Die neue Website ist online. Die Bilder passen, die Farben wirken stimmig und auf dem großen Bildschirm sieht alles hochwertig aus. Trotzdem kommen kaum Anfragen. Wer nach der angebotenen Leistung sucht, findet andere Unternehmen. Und wer auf der Seite landet, weiß vielleicht nicht, ob das Angebot zum eigenen Anliegen passt.
Eine Unternehmenswebsite hat mehrere Aufgaben: Sie soll die richtigen Menschen erreichen, Ihr Angebot verständlich erklären und den nächsten Schritt erleichtern. Dafür müssen Gestaltung, Inhalte, Aufbau und Technik zusammenpassen.
Welche Schwerpunkte sinnvoll sind, hängt von Ihrer Branche und Ihren Kunden ab. Ein Restaurant braucht andere Wege zum Kontakt als ein Handwerksbetrieb oder ein Dienstleister für Geschäftskunden.
In diesem Artikel
Legen Sie fest, was Ihre Website erreichen soll
Bevor Farben und Bilder ausgewählt werden, braucht die Website ein Ziel. Soll sie telefonische Anfragen auslösen, Besuche im Geschäft vorbereiten, Bewerbungen ermöglichen oder Produkte verkaufen?
Diese Entscheidung beeinflusst den Aufbau. Ein Interessent für eine größere Dienstleistung möchte Umfang und Ablauf verstehen. Ein Gast sucht vielleicht die Speisekarte und eine Reservierungsmöglichkeit. Ein Bewerber braucht Informationen zum Arbeitsplatz und einen verständlichen Bewerbungsweg.
Schreiben Sie auf, für wen die Website gedacht ist und welche Handlung sie erleichtern soll. Daraus lassen sich passende Inhalte und Kontaktwege ableiten.
Ein Ziel wie „mehr Besucher“ bleibt ungenau. Für einen regionalen Betrieb können wenige passende Anfragen wertvoller sein als viele Besuche von Menschen, die die Leistung gar nicht benötigen.
Erreichen Sie Menschen dort, wo sie nach Angeboten suchen
Eine veröffentlichte Website bekommt nicht automatisch die gewünschte Aufmerksamkeit. Überlegen Sie deshalb, wie Ihre Zielgruppe auf Ihr Unternehmen aufmerksam werden könnte.
Die folgenden Beispiele zeigen mögliche Ansätze, die zum konkreten Betrieb passen müssen:
| Unternehmen | Möglicher Einstieg | Wichtige Informationen nach dem Klick |
|---|---|---|
| Regionaler Handwerksbetrieb | Suche nach Leistung und Ort oder persönliche Empfehlung | Tätigkeiten, Einsatzgebiet und Anfrageweg |
| Restaurant | Kartensuche, Empfehlung oder soziale Medien | Speisekarte, Öffnungszeiten und Reservierung |
| Dienstleister für Geschäftskunden | Fachliche Suche, Netzwerk oder gezielte Ansprache | Problemverständnis, Leistungsumfang und Zusammenarbeit |
| Onlineshop | Produktsuche, passende Inhalte oder Anzeigen | Produkteigenschaften, Lieferbedingungen und Bestellung |
Wählen Sie zunächst die Wege, die zum Suchverhalten Ihrer Kunden und zu Ihren eigenen Möglichkeiten passen. Bezahlte Anzeigen können Besuche vermitteln; sie ersetzen keine überzeugende Zielseite. Eine Anzeigenschaltung verbessert außerdem nicht die Platzierung in den unbezahlten Google-Suchergebnissen.
Auch Empfehlungen brauchen einen passenden Anlaufpunkt. Wer Ihren Firmennamen gehört hat, sollte auf der Website schnell erkennen, dass er das richtige Unternehmen gefunden hat.
Verstehen Sie den Unterschied zwischen Finden und Ranking
Damit eine Seite in der Google Suche erscheinen kann, muss Google sie zunächst entdecken, ihre Inhalte verarbeiten und gegebenenfalls in den Suchindex aufnehmen. Bei einer Suchanfrage werden anschließend passende Ergebnisse ausgewählt und angeordnet. Diese Schritte beschreibt Google als Crawling, Indexierung und Bereitstellung von Suchergebnissen.
Eine aufgenommene Seite steht deshalb nicht automatisch weit oben. Sie kann zu einer konkreten Frage passen und bei einer anderen keine Rolle spielen.
Für Ihre Planung bedeutet das: Legen Sie fest, bei welchen Anliegen Ihr Unternehmen gefunden werden soll. „Boden verlegen lassen“ führt zu anderen Erwartungen als „Boden selbst verlegen“. Das Angebot auf der Zielseite muss zur gesuchten Hilfe passen.
Geben Sie Ihren Leistungen einen verständlichen Aufbau
Eine Startseite soll Orientierung geben. Sie muss nicht jede Leistung vollständig erklären. Bei unterschiedlichen Angeboten können eigene Leistungsseiten helfen, die jeweiligen Kundenfragen gezielt zu beantworten.
Ein Malerbetrieb könnte beispielsweise Innenarbeiten und Fassadenarbeiten getrennt beschreiben, wenn Umfang und Vorbereitung deutlich voneinander abweichen. Eine lange Sammelseite kann sonst dazu führen, dass Besucher die passende Information übersehen.
Ein möglicher Aufbau für eine Leistungsseite ist:
- Welche Aufgabe übernimmt das Unternehmen?
- Für wen und in welchem Gebiet ist die Leistung verfügbar?
- Was gehört dazu und welche Voraussetzungen sind wichtig?
- Wie beginnt die Zusammenarbeit?
- Welche Informationen helfen bei der Anfrage?
Bereits am Anfang der Seite sollte erkennbar sein, worum es geht. Eine konkrete Überschrift und ein kurzer Einstieg können Angebot und Nutzen erklären. Weiter unten folgen Einzelheiten für Menschen, die genauer vergleichen möchten. So müssen Besucher nicht erst mehrere Abschnitte lesen, um herauszufinden, ob sie mit ihrem Anliegen richtig sind.
Dieser Ablauf ist ein praktischer Vorschlag. Es gibt keine feste Anzahl von Seiten oder Überschriften, die ein gutes Ranking sicherstellt. Google nennt ausdrücklich keine ideale Überschriftenanzahl. Eine nachvollziehbare Gliederung hilft Menschen, sich zurechtzufinden.
Schreiben Sie Antworten auf die Fragen Ihrer Kunden
Eine Aussage wie „Wir bieten individuelle Lösungen und höchste Qualität“ beschreibt kaum, was jemand konkret erwarten kann. Hilfreicher sind Informationen zur angebotenen Arbeit, zur Vorbereitung und zum nächsten Schritt.
Sammeln Sie typische Fragen aus Erstgesprächen. Was möchten Interessenten wissen, bevor sie anrufen? Welche Missverständnisse treten auf? Welche Unterschiede zwischen Ihren Leistungen brauchen eine Erklärung?
Daraus können Leistungsbeschreibungen, kurze Antworten oder eigenständige Ratgeber entstehen. Ein Artikel ist sinnvoll, wenn er eine Frage tatsächlich beantwortet und zu Ihrem Angebot passt.
Google empfiehlt Inhalte für eine erkennbare Zielgruppe und nennt keine bevorzugte Wortzahl. Einen Text künstlich zu verlängern oder dieselben Suchbegriffe ständig zu wiederholen, ersetzt keinen hilfreichen Inhalt.
Verbinden Sie zusammengehörige Inhalte durch Links
Besucher müssen nicht immer über die Startseite kommen. Jemand kann direkt einen Ratgeber oder eine einzelne Leistung aufrufen. Diese Seite sollte deshalb auch ohne vorherige Einführung verständlich sein.
Von einem passenden Ratgeber kann ein Link zur beschriebenen Leistung führen. Von dort sollte die Kontaktmöglichkeit erreichbar sein. So entstehen nachvollziehbare Wege durch die Website.
Aussagekräftige Linktexte helfen bei der Orientierung. „Mehr zur Websitepflege“ beschreibt das Ziel genauer als ein alleinstehendes „Hier klicken“. Google nutzt Links zudem zum Entdecken von Seiten und ihre Beschriftungen zum Verständnis der verlinkten Inhalte. Wichtige Seiten sollten über technisch zugängliche Links erreichbar sein.
Sorgen Sie für die technische Grundlage
Gute Inhalte brauchen eine Website, die zuverlässig erreichbar ist. Für die Aufnahme in die Google Suche nennt Google unter anderem zugängliche Seiten, eine erfolgreiche Serverantwort und indexierbare Inhalte. Auch erfüllte Mindestanforderungen garantieren keine Indexierung.
Bei einer neuen oder überarbeiteten Website sollte deshalb geprüft werden, ob wichtige Seiten versehentlich von der Indexierung ausgeschlossen sind. Ebenso müssen Links, Weiterleitungen und Kontaktwege funktionieren.
Der Seitentitel verdient Aufmerksamkeit: Er sollte den jeweiligen Inhalt klar beschreiben. Google kann ihn neben anderen Quellen für die Überschrift eines Suchergebnisses verwenden; die tatsächliche Darstellung legt Google fest.
Prüfen Sie die Website auf dem Handy
Öffnen Sie Ihre Website auf einem Smartphone und erledigen Sie eine typische Kundenaufgabe. Finden Sie die gewünschte Leistung? Lässt sich die Telefonnummer antippen? Funktioniert das Formular mit der Bildschirmtastatur?
Achten Sie auf lesbare Schrift, bedienbare Schaltflächen und Inhalte, die nicht seitlich aus dem Bildschirm ragen. Auch die Bedienung mit der Tastatur sollte möglich sein.
Große Bilder, unnötige Skripte und springende Inhalte können die Nutzung erschweren. Google berücksichtigt die Core Web Vitals, also Messwerte zu Ladeverhalten, Reaktionsfähigkeit und visueller Stabilität. Gute Werte allein garantieren keine Spitzenposition.
Prüfen Sie deshalb echte Abläufe zusätzlich zu technischen Messwerten. Ein schnelles Formular hilft wenig, wenn niemand versteht, welche Angaben benötigt werden.
Machen Sie Ihr regionales Angebot eindeutig
Bei regionalen Unternehmen sollten Standort und tatsächliches Einsatzgebiet verständlich sein. Stimmen Sie diese Angaben mit Ihren übrigen Unternehmensinformationen ab.
Für geeignete Betriebe kann ein gepflegtes Google Unternehmensprofil ein weiterer Zugang sein. Google nennt für lokale Ergebnisse hauptsächlich Relevanz, Entfernung und Bekanntheit beziehungsweise Beliebtheit. Eine gute Website kann die Entfernung zum Suchenden nicht verändern.
Beschreiben Sie deshalb ehrlich, wo und für welche Aufgaben Sie erreichbar sind. Zusätzliche Ortsseiten sollten Besuchern konkrete Informationen bieten. Ein ausgetauschter Stadtname macht aus demselben Text noch keine hilfreiche regionale Seite.
Machen Sie aus Interesse einen einfachen nächsten Schritt
Nach einer verständlichen Leistungsbeschreibung sollte erkennbar sein, wie es weitergeht. Je nach Angebot kann das ein Anruf, eine Terminvereinbarung, eine Anfrage oder ein Kauf sein.
Beschreiben Sie kurz, welche Angaben Sie benötigen und was anschließend passiert. Ein überschaubares Formular mit verständlichen Fehlermeldungen erleichtert den Einstieg.
Vertrauen entsteht durch nachvollziehbare Angaben: ein erreichbarer Ansprechpartner, ein klar beschriebenes Angebot und passende Informationen zur Zusammenarbeit. Eigene Fotos oder nachweisbare Referenzen können das ergänzen, wenn sie vorliegen und verwendet werden dürfen.
Prüfen Sie nach dem Start, was funktioniert
Betrachten Sie, über welche Suchanfragen und Seiten Menschen zu Ihnen gelangen. Die Google Search Console zeigt unter anderem Impressionen, Klicks und die durchschnittliche Position Ihrer Ergebnisse.
Ergänzen Sie diese Sicht um die Qualität der tatsächlichen Anfragen. Wenn Besucher kommen, aber andere Leistungen erwarten, sollten Inhalte und Einstieg überprüft werden. Wenn wichtige Informationen übersehen werden, kann der Aufbau verbessert werden.
Beurteilen Sie Änderungen über einen passenden Zeitraum. Google weist darauf hin, dass sich manche Anpassungen erst nach Wochen oder Monaten auswirken und nicht jede Änderung die Suchergebnisse spürbar verändert. Aktualisieren Sie überholte Angaben und verbessern Sie gezielt die Seiten, auf denen konkrete Fragen offenbleiben. Ein vollständiger Neubau ist dafür nicht immer erforderlich.
Bei Botta IT Solutions betrachten wir Gestaltung, Inhalte und technische Umsetzung gemeinsam. Wir besprechen, wen Ihre Website erreichen soll, welche Fragen sie beantworten muss und welcher Kontaktweg zu Ihrem Unternehmen passt.
Sprechen Sie mit uns über Ihre Website und die Aufgaben, die sie erfüllen soll.
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